Anderer Gegner, die selben Probleme

Bei der 23:32- (14:17) Auswärtsniederlage beim TSV Haunstetten offenbarten die Regionalligahandballer des TSV 2000 Rothenburg erneut ihre Schwäche auf fremdem Parkett. Gegen die mittlerweile als Absteiger feststehenden Schwaben konnten die Tauberstädter weder offensiv noch defensiv eine ausreichende Leistung abrufen.

Die Partie startete wie viele Auswärtspartien der Rothenburger in dieser Saison: Während die Truppe von Trainer Valentin Akushka noch nicht wirklich angekommen war, waren die Gastgeber hellwach und gingen in den ersten fünf Minuten mit 4:1 in Führung. Auch in der Folgezeit konnten die Gäste, bei denen Aziz Altwish, Gabriel Gluhak, Niklas Bauer und Thomas Krauter fehlten, nur auf maximal zwei Tore Rückstand verkürzen. In der Deckung fanden sie nur selten Mittel gegen die Taktik des Haunstettener Trainers, Christian Kofler, der konsequent mit sieben Feldspielern agieren ließ. Was zu verschmerzen gewesen wäre, wenn die Angriffsleistung gestimmt hätte. Doch auch hier zeigten sich die Tauberstädter unkonzentriert und scheiterten reihenweise an Nico Feistle im Tor der Hausherren. Das Ergebnis war die 17:14-Halbzeitführung für Haunstetten.

Auch nach der Pause konnten die Gäste keine bessere Leistung abrufen und liefen ständig einem Rückstand von drei bis vier Toren hinterher. Die Vorentscheidung fiel dann zwischen der 41. und der 49. Spielminute. In dieser Phase des Spiels, in der zunächst Niko Stojanov nach einem Foul von Felix Pfänder, der dafür die rote Karte sah, und kurz darauf auch Patrick Schneider verletzt ausscheiden mussten, stellten die Rothenburger das Toreschießen gänzlich ein und die Hausherren zogen von 21:18 auf 26:18 davon. Bis zum Schlusspfiff erhöhte Haunstetten den Vorsprung noch auf neun Tore und mit dem 32:23 durch Hendrik Hartung war die Partie beendet.

Es ist und bleibt unverständlich, wie die Leistungen der Tauberstädter derart zwischen Heim- und Auswärtsspielen schwanken können. Vor heimischen Publikum werden die Spitzenmannschaften von HaSpo Bayreuth und HT München bezwungen und in fremden Hallen unterliegt man gegen Mannschaften, die erheblich schwächer sind. Mit handballerischer Qualität kann das nichts zu tun haben. Ausnehmen aus der kollektiven Kritik kann man nur Felix Wack, der vier Tore erzielte und Daniel Laugner, dem sogar herausragende elf Treffer gelangen. Auch den A-Jugendlichen Theo Erdmann, Lukas Pfänder und Tom Reinert, die in der Schlussphase Spielanteile bekamen, ist kein Vorwurf zu machen. Am kommenden Samstag geht es im letzten Saisonspiel für die Akushka-Truppe gegen den VfL Günzburg, gut dass das wieder in heimischer Halle stattfinden wird.

Rothenburg: Kiss (1.-60.), Amann, (Tor); Schemm (3), Erdmann, Pfänder, Laugner (11/2), Schneider (2), Reinert, Schweizer, Orf, Stojanov (1), Wack (4), Ilicin (2/1)

Haunstetten: Rothfischer, Feistle (1) (Tor); Manz (3), Kofler (2), Mayer, Schanz (3), Wiedmer, Tuffentsammer, Frick, Paulik (7), Zießow (3/1), Vogl (6), Pfänder (3), Hartung (3), Horner (1)

Spielverlauf: 1:0, 4:1, 7:5, 10:6, 14:10, 17:14 (HZ); 19:14, 21:18, 26:18, 28:20, 31:22, 32:23

Siebenmeter:
Rothenburg 6 (Laugner trifft 2; Ilicin trifft und verwirft je 1; Wack und Schneider verwerfen je 1)
Haunstetten 2 (Zießow trifft 1; Pfänder verwirft 1)

Zeitstrafen:
Rothenburg 1 (Orf)
Haunstetten 3 (Manz, Zießow und Pfänder je 1; Disqualifikation Pfänder)

Schiedsrichter: Thomas Drummer und Daniel Langner (Forchheim/Weitramsdorf)

Zuschauer: 150