Nach dem ungefährdeten Heimsieg gegen den HBC Nürnberg befinden sich die Regionalligahandballer des TSV 2000 Rothenburg vor dem Spiel beim TSV Lohr (Samstag, 19.30 Uhr, Spessarttorhalle) in einer ziemlich entspannten Lage. Anders als das Urgestein der Bayern-/Regionalliga, die gastgebenden Lohrer „Füchse“, dürften die Tauberstädter das Abstiegsgespenst nun endgültig verjagt haben und können den restlichen vier Saisonspielen gelassen entgegensehen.
Der gastgebende TSV, der auf mehr als 30 Jahre im bayerischen Handballoberhaus zurückblicken kann, rettete sich in den letzten drei Jahren jeweils auf den letzten Nichtabstiegsplatz und entging damit knapp dem Abstieg in die Oberliga. In dieser Saison sollte der Klassenerhalt früh gesichert sein, nachdem in der Hinrunde die Ergebnisse nicht wie gewünscht ausfielen, trennte man sich trotz eines hohen Heimsiegs direkt nach der Partie gegen den TSV Haunstetten von Trainer Bernd Becker. Mit Peter David wurde ein sehr erfahrener Nachfolger verpflichtet, der ab Januar die sportliche Verantwortung übernahm. Die Ergebnisse wurden aber nicht wirklich besser: In zehn Spielen unter dem neuen Übungsleiter gingen die Lohrer sieben Mal als Verlierer vom Platz, nur gegen die Schlusslichter Ismaning und Waldbüttelbrunn und überraschend gegen HT München konnten Siege erreicht werden. Damit liegt Lohr punktgleich mit dem HBC Nürnberg auf dem 10. Platz, zwei Punkte vor dem TSV Haunstetten, der den ersten Abstiegsplatz belegt. Die Schützlinge des Rothenburger Trainers, Valentin Akushka, werden sich also auf einen Gegner einstellen müssen, der alles daransetzt, vor dem vorentscheidenden Spiel in Haunstetten, einen Heimsieg zu erreichen. Dass sie in Lohr punkten können, haben die Tauberstädter in den letzten Jahren mehrfach bewiesen, auch wenn für sie weniger, als für die Gastgeber auf dem Spiel steht, sollten sie die Partie mit der nötigen Ernsthaftigkeit angehen. Verringert werden ihre Erfolgsaussichten durch den Ausfall ihres besten Torschützen der laufenden Saison, Nedim Jasarevic, der sich im Training einen Muskelfaserriss zugezogen hat und daher in dieser Saison vermutlich nicht mehr mitwirken kann. Für Jasarevic wird mit Niklas Bauer der vierte A-Jugendspieler nachrücken, die gute Jugendarbeit der Rothenburger zahlt sich also erneut aus.
Voraussichtliche Aufstellung: Kiss, Amann (Tor); Schemm, Erdmann, Pfänder, Laugner, Gluhak, Schneider, Schweizer, Orf, Stojanov, Krauter, Wack, Bauer, Altwish, Ilicin











