Erfolgreiche Jagdsaison

Erfolgreiche Jagdsaison

Löwen, Füchse, Jungwölfe – Was aussieht, wie ein Auszug aus Brehms Tierleben, sind die Namen der Mannschaften, gegen die die Regionalligahandballer des TSV 2000 in der laufenden Saison Siege feiern konnten. Gegen den Nachwuchs der „Wölfe Würzburg“ drehten die Tauberstädter am Samstagabend die Partie in der Schlussphase und erreichten einen 26:25- (12:15) Heimsieg.

Beide Mannschaften gingen ersatzgeschwächt in die Partie, bei den Gastgebern musste Trainer Valentin Akushka auf die erkrankten Niko Stojanov und Arnold Kiss verzichten, Gästetrainer Bastian Krenz fehlte mit Finn Daugs sein bisher bester Torschütze. Der ebenfalls angeschlagene Dennis Orf meldete sich rechtzeitig fit und ließ es sich nicht nehmen, nach einer Balleroberung das 1:0 für die Tauberstädter zu erzielen. Nach einer überzeugenden Anfangsphase leisteten sich die Hausherren dann zu viele technische Fehler und die Gäste kamen zu einfachen Toren, mit denen sie nach dem 4:4 (13. Minute) auf 7:12 davonzogen. Zwei Tore von Felix Wack und ein von Andreas Amann parierter Siebenmeter-Strafwurf brachte die Hausherren dann wieder auf 9:12 heran. Vier Minuten später waren die Tauberstädter beim 11:13 dann wieder in Schlagdistanz, Torschützen waren Nedim Jasarevic und Phillip Schemm für Rothenburg und Rimpars bester Torschütze des Abends, der in Rothenburg geborene und in der Jugend nach Rimpar gewechselte Neil Sommerkorn. Bis zur Pause erhöhten die Gäste dann wieder auf drei Tore und es wurden beim Stand von 12:15 die Seiten gewechselt.

Direkt nach Wiederanpfiff erzielte Milan Stancic für Rothenburg den Treffer zum 13:15, die Gäste bauten direkt im Anschluss ihre Führung aber wieder auf 4 Tore aus (14:18, 40. Minute). Diese Viertore-Führung hatte auch beim 16:20 Bestand, danach kippte die Partie aber zu Gunsten der Hausherren. Das Signal zur Aufholjagd war das 17:20 von Abwehrchef Dennis Orf, auch das Rothenburger Publikum war spätestens jetzt voll da und verwandelte die Halle wieder einmal in einen wahren Hexenkessel. Dies pushte nicht nur das Heimteam, es zeigte auch bei den Gästen, die dies in eigener Halle nicht kennen, Spuren. Die Tauberstädter profitierten so von einigen Rimparer Fehlern und kamen zu vier weiteren Treffern, erzielt von Phillip Schemm (2), Nedim Jasarevic und Theo Erdmann zur 21:20 Führung. Weiter ausbauen konnten die Akushka-Schützlinge die Führung dann aber nicht, im Gegenteil zwei Minuten später lagen die Gäste beim 22:23 wieder in Führung. Zwei Tore von Phillip Schemm und Daniel Laugner, die beide als Torschützen glänzten und zusätzlich überragende Abwehrarbeit leisteten, brachte die Hausherren dann mit 24:23 in Führung, dem Theo Erdmann mit seinem fünften Treffer sogar das 25:23 folgen ließ (54.Minute). Die Führung brachte aber immer noch keine Sicherheit ins Spiel der Tauberstädter, was Rimpar 2 ½ Minuten vor Spielende zum erneuten Ausgleich nutzen konnte (25:25). In der Schlussminute war es dann Lukas Pfänder, der sich ein Herz fasste, unwiderstehlich im 1:1 gegen seinen Gegenspieler erfolgreich war und das Spielgerät zum 26:25 in die Maschen des Rimparer Tores wuchtete. Als dann im direkten Gegenzug die guten Schiedsrichter Christopher Weith und Nicolas Weiß gegen den Rimparer Maximilian Schneider beim Wurf ein Übertreten ahnden, war die letzte Angriffsaktion der Gäste verpufft und der Heimsieg für Rothenburg sicher.

Waren es in der Vergangenheit häufig Spitzenmannschaften, die die Rothenburger Heimstärke verbunden mit der Unterstützung von den Rängen zu spüren bekamen, erwischte es mit den Rimparer „Jungwölfen“ nun einen Aufsteiger. Wie vor Wochenfrist in Lohr drehten die Tauberstädter mit einer tollen kämpferischen Leistung eine Partie, in der sie deutlich zurück lagen. Auch gegen Rimpar hatten die „Youngster“ Felix Wack, Theo Erdmann und Lukas Pfänder, die alle ihre erste „richtige Männersaison“ spielen, großen Anteil am Erfolg. Mit 6:6 Punkten und dem daraus resultierenden Platz sechs in der Regionalligatabelle liegen die Tauberstädter, die von manchen „Experten“ vor der Saison zum Abstiegskandidaten Nr.1 abgestempelt wurden, absolut im Soll. Am kommenden Wochenende sind die Akushka-Schützlinge spielfrei und haben Zeit zur Regeneration, bevor mit dem HSC Coburg II, HBC Nürnberg, HC Erlangen III und dem TSV Allach weitere Gegner auf Augenhöhe warten.

Rothenburg: Amann (1.-60.), Thiel, P. Erdmann (Tor); Schemm (5), Bauer, Pfänder (2), Laugner (3), T. Erdmann (5), Schweizer (1), Orf (3), Laubinger, Jasarevic (4/2), Krauter, Wack (2), Stancic (1)

Rimpar II: Tschuri, Thiel (Tor); Schlesinger (2/1), Edelmann (1), Kretzer (3), Schneider (3), Beran (1), Märker (5), Hörner (1), Kohlmann, Ehrenfels, Miltenberger (1), Sommerkorn (7), Hahn, Weng (1/1)

Spielverlauf: 1:0, 4:4, 6:8, 7:12, 9:12, 12:15 (HZ); 14:16, 16:20, 21:20, 23:23, 25:23, 25:25, 26:25

Siebenmeter:
Rothenburg 2 (Jasarevic trifft beide)
Rimpar II 4 (Wenig trifft 1; Schlesinger trifft 1, verwirft 1; Märker verwirft 1)

Zeitstrafen:
Rothenburg 2 (Laugner und Jasarevic je 1)
Rimpar II 2 (Edelmann und Sommerkorn je 1)

Schiedsrichter: Christopher Weith und Nicolas Weiß (HSV Hochfranken/SG Helmbrechts-Münchberg)

Zuschauer: 400

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