Moral gezeigt

Moral gezeigt

Mit 37:30 (23:12) haben die Regionalligahandballer des TSV 2000 Rothenburg ihre Auswärtspartie bei der TG Landshut verloren. Nachdem man zur Pause befürchten musste, dass der Auftritt für die Tauberstädter in einem Debakel enden würde, zeigten sie in der zweiten Hälfte Moral und konnten damit die Niederlage im erträglichen Rahmen halten.

Gleich zu Beginn der Partie zeigten die favorisierten Hausherren, dass sie gewillt waren, nach dem überraschenden Punktverlust in Coburg, wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Das Resultat war eine 8:2-Führung nach 10 gespielten Minuten. Anders als bei den Gästen, bei denen Trainer Valentin Akushka auf Dennis Orf, Johannes Laubinger und Thomas Krauter verzichten musste, fiel auf Seiten der Gastgeber das Fehlen des besten Torschützen der Vorwoche, Daniel Scheibengraber, nicht ins Gewicht. Die mit einem extrem breit besetzten Kader gesegnete Mannschaft von Trainer Csaba Szücs jun. setzte sich dadurch Tor um Tor ab und lag zur Pause bereits uneinholbar mit 23:12 in Führung.

Nach der Pause zeigten die Gäste von der Tauber dann große Moral. Dies führte zunächst dazu, dass Landshut den Vorsprung nicht weiter ausbauen konnte, erst ein Zwischenspurt mit drei Toren in Folge brachte zwischen der 39. und 41. Spielminute die erste Vierzehntore-Führung der Hausherren zum 31:17. In den restlichen Spielminuten entdecken die Tauberstädter ihr Kämpferherz dann endgültig. Selbst das verletzungsbedingte Ausscheiden des bis dahin besten Torschützen Nedim Jasarevic konnte die Akushka-Schützlinge nicht verunsichern. Kreisläufer Daniel Laugner und Rechtsaußen Theo Erdmann, denen in dieser Phase fünf bzw. drei Tore gelangen, zeigten sich besonders treffsicher. Komplett drehen konnten die Gäste das Spiel zwar nicht mehr, dafür wog die Hypothek aus der ersten Halbzeit zu schwer, ihr Rückstand schmolz aber Tor um Tor und war bei Ertönen der Schlusssirene mit 37:30 im „erträglichen Rahmen“.

„Natürlich haben wir gerade in der ersten Halbzeit zu viele Fehler gemacht und Landshut geradezu eingeladen, leichte Tore zu erzielen. Wie wir in der zweiten Hälfte dagegen gehalten und uns nicht unserem Schicksal ergeben haben, zeigt, dass die Moral in der Mannschaft stimmt“, zeigte sich Trainer Akushka nach dem Spiel versöhnlich. „Für das Selbstbewusstsein unserer jungen Spieler war das sehr wichtig, die haben heute, trotz der Niederlage, viel dazugelernt“, so Akushka weiter.

Am kommenden Wochenende, wenn die Rothenburger den absoluten Überflieger der Saison, die Mannschaft der HG München-Fürstenfeldbruck erwarten, wird die Aufgabe nicht leichter. Die nachfolgenden Partien, wenn mit dem TSV Lohr, Rimpar II, Coburg II und HBC Nürnberg Gegner auf Augenhöhe warten, werden schon eher richtungsweisend sein. Dann wird sich entscheiden, ob die Rothenburger sich wie im letzten Jahr aus der gefährdeten Zone fernhalten können.

Rothenburg: Amann (1.-17. und 43.-60.), Kiss (17.-43., 1 Tor) (Tor); Schemm (3), Bauer, Pfänder (2), Laugner (9/1), Erdmann (3), Schmidt, Schweizer (1), Jasarevic (7/3), Stojanov (4), Wack, Stancic

Landshut: Radisavljevic, Ahmetasevic, Baumüller (Tor); Gretsch (3), Guss (8), Sunajko (5), Auernhammer (5), Gerstner, Saborowski (7), Goncalves (1), Kagerer (2), Jahn (3), Breitenreicher, Hoxha (1), Vrbat (1), Steinherr (1)

Spielverlauf: 0:1, 8:2, 13:6, 19:10, 23:12 (HZ); 25:14, 28:16, 31:17, 33:21, 36:27, 37:30

Siebenmeter:
Rothenburg 4 (Jasarevic trifft 3, Laugner trifft 1)
Landshut 1 (Jahn verwirft)

Zeitstrafen:
Rothenburg 2 (Beide Stancic)
Landshut 4 (Gretsch 2; Kagerer und Hoxha je 1)

Schiedsrichter: Thomas Drummer und Daniel Langner (Forchheim/Weitramsdorf)

Zuschauer: 250