Eine starke Reaktion auf die Auswärtspleite in Allach zeigten die Regionalligahandballer des TSV 2000 Rothenburg beim 32:22 (15:13) Heimsieg gegen HT München. Gegen die Spielgemeinschaft aus Unterhaching und Taufkirchen boten die Tauberstädter eine hervorragende Leistung und kamen zum auch in der Höhe verdienten Erfolg.
Vor Spielbeginn gab es für Trainer Valentin Akushka die erste positive Nachricht, als sich sowohl Srdjan Ilicin als auch Dennis Orf einsatzfähig gemeldet hatten. Sein Gegenüber, Johannes Borschel, musste auf einige Stammkräfte verzichten. Die Partie begann mit dem 1:0 durch Daniel Laugner, auf das die Gäste mit zwei Toren zum 1:2 antworteten. Wer vor dem Spiel dies als einzige Führung des Tabellenvierten prophezeit hätte, wäre wohl mit heftigem Kopfschütteln bedacht worden. Genau so war es dann aber. Sechs Tore in Folge brachten Rothenburg mit 7:2 in Führung und Borschel war bereits in der 11. Spielminute gezwungen, seine erste Team-Auszeit zu nehmen. Dies bremste dann auch den Lauf der Rothenburger etwas und die Gäste konnten den Rückstand etwas verkürzen (9:6, 18. Minute). Trainer Akushka griff darauf ebenfalls zur grünen Karte um seine Jungs neu einzustellen, was auch gelang und beim 14:9 in der 24. Minute war der Vorsprung wieder auf fünf Tore angewachsen. Die Schlussphase der ersten Halbzeit gehörte dann wieder den Gästen, die zum Pausenstand von 15:13 verkürzen konnten.
Direkt nach Wiederanpfiff verkürzte Fabian Winter für die Gäste auf 15:14 und nicht wenige der Zuschauer auf den Tribünen befürchteten wohl, dass Gästetrainer Borschel in der Pause die richtigen Worte gefunden haben musste und die Gäste sich in der zweiten Halbzeit verbessert präsentieren würden. Das Gegenteil trat aber ein, zunächst traf Dennis Orf zwei Mal in Folge zum 17:14 und nach einem Siebenmetertor der Gäste trafen Nedim Jasarevic und Phillip Schemm zum beruhigenden Spielstand von 19:15. In der Folgezeit agierte HT München zunehmend rat- und hilfloser, was sich in diversen Änderungen der Abwehrformation und mehrfachem Hin- und Herwechseln der Torhüter niederschlug. Erfolgreich war keine dieser Maßnahmen, die Akushka-Schützlinge fanden im Angriff immer wieder die richtigen Lösungen und in der Deckung wurde der berühmte Beton angerührt. Wenn die Gäste dann doch einmal zum Abschluss kamen, stand ihnen mit Andreas Amann ein Torhüter gegenüber, der sich mit einer ganzen Reihe von starken Paraden auszeichnen konnte und das Duell mit seinen Gegenübern im Gästetor um Längen gewann. Die Vorentscheidung war dann spätestens in der 54. Minute gefallen, als Nedim Jasarevic zum 24:17 traf. Kurz darauf schickten die Unparteiischen Gabriel Gluhak mit der roten Karte vom Feld, aus ihrer Sicht war ein Foul, das Gluhak am gegnerischen Kreisläufer, Bastian Kropp verübte, rotwürdig. Aber auch davon ließen sich die Tauberstädter nicht vom Erfolgskurs abbringen. Sie gestatteten den Gästen in der 58. Minute ihren letzten Treffer zum 28:22 und waren bis zum Schlusspfiff durch Geburtstagskind Srdjan Ilicin, Niko Stojanov und Patrick Schneider (2) noch vier Mal zum deutlichen Endstand von 32:22 erfolgreich.
Mit dem Heimsieg gegen HT München unterstrichen die Tauberstädter erneut, dass sie zu Hause jedem Gegner gefährlich werden können. Bis auf eine kurze Phase zum Ende der ersten Halbzeit lieferten die Akushka-Schützlinge eine hervorragende Leistung ab. Mit dem Sieg haben sie den Abstand zum ersten Abstiegsplatz auf 12 Punkte vergrößert, auch wenn rechnerisch noch nicht alles in trockenen Tüchern ist, so sollte spätestens jetzt beim TSV für eine weitere Regionalligasaison geplant werden können. Am kommenden Wochenende steht für die Rothenburger das Auswärtsspiel bei HSC Coburg II auf dem Programm, bevor mit der TG Landshut, die überraschend bei Schlusslicht TSV Ismaning verloren hat, eine weiteres Team aus der Spitzengruppe zum nächsten Heimspiel erwartet wird.
Rothenburg: Amann (1.-60.), Kiss (n.e.) (Tor); Schemm (5), Bauer, Laugner (4), Gluhak, Schneider (7), Schweizer (2), Orf (2), Jasarevic (2/1), Stojanov (3), Krauter, Reinert, Ilicin (7)
München: Wirth, Braun (Tor); Wastl (1), Nehrdich (1), Benecke (1), Maric (4), Engelmann, Fehrenbach (3/3), Hagitte (1), Winter (3), Kropp (2), Wehner, Junior (5), Rodriguez (1), Becker
Spielverlauf: 1:0, 1:2, 7:2, 9:6, 14:9, 15:13 (HZ); 15:14, 21:16, 26:19, 28:22, 32:22
Siebenmeter:
Rothenburg 2 (Jasarevic trifft 1; Ilicin verwirft 1)
München 4 (Fehrenbach trifft 3; Rodriguez verwirft 1)
Zeitstrafen:
Rothenburg 3 (Schneider 2; Schemm 1; Disqualifikation Gluhak)
München 4 (Nehrdich, Benecke, Kropp und Wehner je 1)
Schiedsrichter: Peter Abel und Christian Herpolsheimer (TV Erlangen-Bruck)
Zuschauer: 250











