Erwartete Niederlage

Mit einer erwarteten Niederlage im Gepäck sind die Regionalligahandballer des TSV 2000 Rothenburg vom Auswärtsspiel bei der SG Regensburg zurückgekehrt. Beim 36:23 (19:11) konnten die Tauberstädter dem Tabellenführer nie in echte Bedrängnis bringen.

Die Regensburger „Adler“ gingen ersatzgeschwächt in die Partie, Trainer Benjamin Herth konnte nur elf Feldspieler aufbieten, von denen zusätzlich einige nach Verletzungen erst kurz wieder im Training standen. Davon profitieren konnten die Schützlinge des Rothenburger Trainers Valentin Akushka, der auf Dennis Orf verzichten musste, aber nicht. Gleich zu Beginn wurde bei den Gästen das Problem, das sich durch die gesamte Partie ziehen sollte, deutlich: Nach einigen Fehlwürfen und technischen Fehlern kamen die Hausherren zu einfachen Gegenstoßtoren, was zur 5:1 Führung der Regensburger führte (7. Minute). Trainer Akushka war früh gezwungen, seine erste Team-Auszeit zu nehmen, in der er einige Umstellungen vornahm. In der Folgezeit war Rothenburg dann etwas besser im Spiel und konnte den Rückstand verkürzen. Nach dem 11:8 durch ihren besten Torschützen Srdjan Ilicin, herrschte dann aber bei den Tauberstädtern eine siebenminütige Torflaute, die zum 16:8 für Regensburg führte (25.). Bis zur Pause waren dann beide Mannschaften noch jeweils drei Mal erfolgreich, so dass beim Stand von 19:11 für Regensburg die Seiten gewechselt wurden.

Die Hausherren eröffneten den zweiten Abschnitt dann mit zwei schnellen Toren zur erstmaligen Führung mit zehn Toren Differenz (21:11, 32.). Dieser Vorsprung hatte auch sechs Minuten später noch Bestand (25:15), was Trainer Herth zum Anlass nahm, seinen stärksten Spielern eine Pause zu gönnen. Dies ermöglichte es den Gästen, den Rückstand bis zu 51. Minute auf fünf Tore zu verkürzen (27:22). Einen nicht unerheblichen Anteil daran hatte Andreas Amann, der nach der Pause ins Tor kam und einige starke Paraden zeigen konnte. Herth reagierte auf die Rothenburger Ergebnisverbesserung und brachte wieder seine stärksten Spieler aufs Feld. Dies führte dazu, dass der Vorsprung der Hausherren wieder anwuchs und die Partie mit dem deutlichen Endstand von 36:23 zu Ende ging.

Die Tauberstädter fanden über weite Phasen des Spiels weder im Angriff noch in der Defensive die richtigen Mittel, um dem Titelanwärter Paroli zu bieten. 23 Fehlwürfe und 15 technische Fehler sprechen eine deutliche Sprache. „Mit so einer Fehlerquote kannst Du kein Spiel gewinnen, wir haben Regensburg durch unsere Fehler viel zu viele einfache Tore erlaubt“, war Trainer Akushka nach dem Spiel bedient. „Jetzt kommen dann zum Glück wieder Gegner auf Augenhöhe“, blickte Akushka nach drei verlorenen Spielen auf das nach der kurzen Osterpause beginnende Restprogramm. In den verbleibenden fünf Spielen sind bis auf den VfL Günzburg, den die Tauberstädter zum Saisonfinale empfangen, alle Gegner hinter den Akushka-Schützlingen platziert. Den Auftakt macht die Heimpartie gegen HBC Nürnberg, gegen den die Tauberstädter nach den Niederlagen der letzten Wochen wieder Punkten sollten.

Rothenburg: Kiss (1.-30.), Amann (31.-60.) (Tor); Schemm (2), Erdmann, Laugner (3), Gluhak, Schneider (4), Pfänder, Schweizer, Jasarevic (2), Stojanov (2), Krauter, Wack, Bauer, Altwish (1), Ilicin (9/5)

Regensburg: Kaiser, Gilgic (Tor); Sehnke (2), Reif (3), Weikl (2/1), Kassing (3), Dude (2), Vasold (1), Schmidt (6/1), Belhadi (5), B. Simbeck (9), J. Simbeck (3), Wilsdorf

Spielverlauf: 5:1, 8:5, 11:8, 16:8, 17:10, 19:11 (HZ); 21:11, 25:15, 26:17, 27:22, 29:23, 36:23

Siebenmeter:
Rothenburg 5 (Ilicin trifft alle)
Regensburg 2 (Weikl und Schmidt treffen)

Zeitstrafen:
Rothenburg 3 (Jasarevic 2; Erdmann 1)
Regensburg 2 (Kassing und Vasold je 1)

Schiedsrichter: Stefan Schaub und Philipp Seidel (Marktoberdorf/Kempten)

Zuschauer: 150