Mit 32:23 (15:12) gewannen die Regionalligahandballer des TSV 2000 Rothenburg ihr Heimspiel gegen den HBC Nürnberg. Die Tauberstädter waren dem Aufsteiger in allen Belangen überlegen und kamen zu einem auch in der Höhe verdienten und nie gefährdeten Heimsieg.
Nachdem Trainer Valentin Akushka zuletzt aufgrund von Verletzungen immer wieder improvisieren musste, stand ihm gegen Nürnberg sein kompletter Kader zur Verfügung. Sein Gegenüber Stefan Mittag musste indes auf einige seiner Spieler verletzungsbedingt verzichten. Die Hausherren zeigten schnell, dass sie nach zuletzt drei Niederlagen wieder punkten wollten. Nur in den Anfangsminuten wurde den Gästen der Ausgleich gestattet (2:2, 3. Minute), danach nahm der TSV-Express Fahrt auf und nach vier Toren in Folge durch Niko Stojanov, Nedim Jasarevic, Patrick Schneider und Daniel Laugner stand es 6:2. Auch im weiteren Spielverlauf hielten die Tauberstädter die Gäste auf Abstand, beim 11:6 durch Dennis Orf betrug der Vorsprung in der 19. Minute erstmals fünf Tore. Schon jetzt zeichnete sich ab, dass die Akushka-Schützlinge ihren Gegnern in allen Belangen überlegen waren. Die Gäste schwächten sich dann in der 28. Minute noch selbst, als Florian Murrmann in einem Tempogegenstoß Dennis Orf foulte und von den Schiedsrichtern mit der roten Karte auf die Tribüne geschickt wurde. Im Gefühl des sicheren Vorsprungs ließ der TSV dann bis zur Pause die Zügel etwas locker, was Tiago Couto zu zwei Toren und dem Halbzeitstand von 15:12 nutzen konnte.
Auch nach der Pause konnten die Gäste den Rothenburgern nicht gefährlich werden. Gestützt auf eine gute Defensive, einen starken Torhüter Andreas Amann und eine konzentrierte Angriffsleistung lagen die Tauberstädter ständig mit drei bis vier Toren in Führung. Die endgültige Entscheidung fiel dann zwischen der 45. und der 53. Spielminute. Beim Spielstand von 22:19 vernagelte Amann seinen Kasten für acht Minuten komplett und seine Vorderleute trafen sechs Mal zum Zwischenstand von 28:19. Neben einigen freien Würfen von den Außenpositionen parierte Amann auch einen Siebenmeterstrafwurf gegen Maximilian Mittag, was ihm zuvor auch schon gegen Tiago Couto gelungen war. In der Schlussphase bekamen dann auch die A-Jugendlichen Theo Erdmann, Lukas Pfänder und Felix Wack ihre Einsatzzeiten, was Wack zu zwei Toren nutzen konnte. Den Schlusspunkt unter die einseitige Partie setzte dann Maximilian Mittag, der für den HBC zum Endstand von 32:23 traf.
Den Tauberstädtern ist mit dem Heimerfolg gegen Nürnberg nach zuletzt drei Niederlagen eine bemerkenswerte Trendwende gelungen. Neben den Glanztaten von Torhüter Amann, der seine Gegenüber mehr als deutlich ausstach, verdient die konzentrierte Angriffsleistung Erwähnung. Angeführt von Regisseur Niko Stojanov und dem besten Feldtorschützen Patrick Schneider wurden die Angriffe fast immer konsequent vorgetragen und fast jeder Wurfversuch fand sein Ziel im gegnerischen Tor. Vier Spieltage vor Saisonende haben die Rothenburger nun acht Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, womit auch die letzten Zweifel über den Klassenerhalt beseitigt sein sollten. Am kommenden Wochenende reisen die Akushka-Schützlinge zum TSV Lohr am Main, der, punktgleich mit dem HBC Nürnberg, noch mitten im Abstiegskampf steckt. Sofern die Leistung vom Wochenende auch in Lohr abgerufen werden kann, ist ein Auswärtssieg beim alten Ligarivalen im Bereich des Möglichen.
Rothenburg: Amann (1.-60.), Kiss (n.e.) (Tor); Schemm (1), Erdmann, Laugner (4), Gluhak (1), Schneider (6), Pfänder, Schweizer, Orf (2), Jasarevic (5), Stojanov (4), Krauter, Wack (2/1), Altwish, Ilicin (7/3)
Nürnberg: Toprak, Reichel (Tor); Grüger, Schlosser, Wagner, Rößl (3), Strauß, M. Murrmann, Röll (1), F. Murrmann (1), Couto (7/2), Mittag (9/1), Bauer, Längst (2), Düvel
Spielverlauf: 1:0, 2:2, 6:2, 11:6, 15:10, 15:12 (HZ); 17:13, 21:17, 22:!9, 28:19, 31:21, 32:23
Siebenmeter:
Rothenburg 4 (Ilicin trifft 3; Wack trifft 1)
Nürnberg 5 (Couto trifft 2, verwirft 1; Mittag trifft und verwirft je 1)
Zeitstrafen:
Rothenburg 6 (Schemm, Laugner, Schneider, Orf, Jasarevic und Stojanov je 1)
Nürnberg 3 (Grüger, Wagner und Strauß je 1; Disqualifikation F. Murrmann)
Schiedsrichter: Markus Spegele und Daniel Weineck (SC Unterpfaffenhofen-Germering)
Zuschauer: 290











