Gelungene Heimpremiere

Mit 32:23 (13:12) haben die Landesligahandballer des TSV 2000 Rothenburg ihren Heimspielauftakt gegen den TSV Niederraunau gewonnen. Spieler des Abends war Neuzugang Patrick Schneider, der mit 11 Toren und einer starken Abwehrleistung einen überragenden Einstand vor heimischem Publikum feierte.

Die knapp 130 Zuschauer, die den Weg in die Rothenburger Mehrzweckhalle fanden und damit deren pandemiebedingt reduzierte Kapazität fast ausgeschöpften, sahen eine unterhaltsame Partie, die mit dem 0:1 durch den Niederraunauer Moritz Kornegger begann. Dies sollte aber schon die einzige Gästeführung des Abends gewesen sein, Patrick Schneider (2) und Nedim Jasarevic verwandelten den Rückstand der Hausherren in eine 3:1-Führung. In der Anfangsviertelstunde bauten die Tauberstädter ihre Führung, trotz einiger Abstimmungsprobleme in der Abwehr, dann auf 9:5 aus, abschütteln ließen sich die Gäste aus Schwaben aber noch nicht. Gestützt auf eine starke Leistung ihres Torhüters Maximilian Jekle, der sich mehrfach auszeichnen konnte, reduzierten sie den Rückstand im Anschluss bis auf einen Treffer (10:9, 22. Minute). Zu diesem Zeitpunkt war Nikola Stojanov bereits verletzungsbedingt ausgeschieden, nach einem Zusammenprall mit einem Gästespieler konnte er nicht mehr eingesetzt werden. In der restlichen Spielzeit der ersten Hälfte blieb es bei der knappen Führung der Rothenburger und es wurden beim Stand von 13:12 die Seiten gewechselt.

Bis zur 47. Spielminute fiel dann die Vorentscheidung der Partie. In der Abwehr rührten die Becker-Schützlinge Beton an und was dann noch aufs Tor kam, wurde zur sicheren Beute von Torhüter Arnold Kiss der sich mit einigen bärenstarken Paraden auszeichnen konnte. Den Gästen gelangen in diesen 17 Spielminuten nur zwei Treffer, die Tauberstädter aber konnten 10 Torerfolge bejubeln (23:14, 47. Minute). Dies war umso bemerkenswerter, da Trainer Bernd Becker in dieser Phase auch David Winheim, den die Schiedsrichter im ersten Durchgang bereits zwei Mal auf die Strafbank schickten, eine Pause gönnte. Neben Patrick Schneider, der die Winheim-Position in der Mitte übernahm konnten sich auch Nedim Jasarevic und Anton Ehrlinger im Rückraum der Rothenburger auszeichnen. In der 55. Minute, als der Vorsprung der Gastgeber auf komfortable 11 Tore angewachsen war, war die Messe endgültig gelesen, Torschütze zum 29:18 war Phillip Schemm. Bis zum Spielende ließen die Tauberstädter dann in Angriff und Abwehr die Konzentration etwas schleifen, wodurch die Gäste noch Ergebniskosmetik betreiben konnten. Den Schlusspunkt der Partie setzte dann Nedim Jasarevic, der per Siebenmeter-Strafwurf den Endstand von 32:23 erzielen konnte.

Mit zwei Siegen aus zwei Spielen grüßen die Rothenburger als einzige verlustpunktfreie Mannschaft von der Tabellenspitze der Landesliga Nord. Trainer Bernd Becker ist es gelungen, über die lange Zwangspause hinweg seine Mannschaft hervorragend auf die neue Saison vorzubereiten und insbesondere die Integration von Neuzugang Patrick Schneider ist bestens gelungen. Auch das Rothenburger Umfeld hat seine coronabedingten Hausaufgaben gemacht, das zusammen mit der Stadt Rothenburg erarbeitete Hygienekonzept ist voll und ganz aufgegangen, wodurch eine sichere Durchführung des Heimspiels möglich war. Sehr dazu beigetragen hat auch die sehr disziplinierte Einhaltung der neuen Regeln durch das Rothenburger Publikum. Auch der als Service für die Daheimgebliebenen angebotene Livestream des Spiels wurde gut angenommen, knapp 200 Zuschauer hatten diesen eingeschaltet.

Am kommenden Samstag gastieren die Tauberstädter bei der zweiten Mannschaft der SG Regensburg. Gegen den Aufsteiger aus Ostbayern wollen sie ihre Tabellenführung ausbauen, bevor dann zum nächsten Heimspiel die HSG Fichtelgebirge erwartet wird.

Rothenburg: Kiss (1.-50.), Sand (50.-60. und bei zwei Siebenmetern)(Tor); Schemm (3), Kulas (2), Schneider (11), Tim Ehrlinger (1), Schmidt (2), Koppler (1), Anton Ehrlinger (3), Winheim (2/2), Jasarevic (5/1), Stojanov, Krauter (2)

Niederraunau: Klaußer, Jekle (Tor); Kiebler, Rothermel (4/4), Kornegger (5/1), Eheim, Schäfer, Sadlo (4), Hegenbart (2), Ugur (2), Egger, Blösch (4), Rosenberger (2)

Spielverlauf: 0:1, 3:1, 4:3, 9:5, 10:9, 13:12 (HZ); 15:12, 21:13, 27:17, 29:18, 30:22, 32:23

Siebenmeter:
Rothenburg 4 (Winheim trifft 2, verwirft 1; Jasarevic trifft 1)
Niederraunau 5 (Rothermel trifft 4; Kornegger trifft 1)

Zeitstrafen:
Rothenburg 7 (Winheim 2; Schemm, T. Ehrlinger, Schmidt, Koppler, und Jasarevic je 1)
Niederraunau 5 (Kornegger 2; Kiebler, Rothermel und Ugur je 1)

Schiedsrichter: Paolo D’Oria und Julius Hlawatsch (TSV Schleißheim)

Zuschauer: 126

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Heimsieg gegen TSV Niederraunau